Noch einmal Glück gehabt

Ein Tagebucheintrag einer 9. Klasse des Gymnasiums Burgstädt
(Workshop am 21. November 2023)


Hinweis: Die folgenden Tagebucheinträge und Szenen basieren auf einem fiktiven Szenario. Die Schüler*innen hatten die Aufgabe, einen erfolgreichen Umgang mit einem möglichen antisemitischen Vorfall zu zeigen.


Liebes Tagebuch,

heute wurde ich von zwei Typen beinahe angegriffen, weil ihnen offenbar mein jüdischer Glauben nicht gefallen hat. Für mich ist das schlimm, weil ich mich jetzt nicht mehr sicher fühle. Ich hatte richtig Angst gehabt.

Zum Glück haben die Passanten schnell reagiert und die Täter so in die Flucht geschlagen. Ich überlege nun aber dennoch, künftig immer ein Pfefferspray dabei zu haben, damit ich mich verteidigen kann.


Wie sich die Szene abgespielt hat…

 Handelnde Personen:  

  • Otto – Gangster 1  
  • Paul – Gangster 2  
  • Jonas – Jude  
  • Herr Bauer – Passant  

Jonas befindet sich auf einer Einkaufsstraße. Er ist hier, um ein paar Dinge für seine Schwester einzukaufen. Plötzlich treten ihm zwei Jugendliche gegenüber. 

Otto: Alter, guck dir den mal an.

Paul: Der hat angewachsene Ohrläppchen, der ist bestimmt Jude.

Jonas (angespannt): Was geht hier ab?

Herr Bauer (empört): Was soll das heißen? Lassen Sie den jungen Mann in Ruhe!

Otto: Krass. Der ist bestimmt auch reich.

Paul: Ja, guck mal seine Kette!

Es kommt zu einem Gerangel. Otto und Paul versuchen, Jonas zu bedrängen. Herr Bauer und andere Passanten bemerken die Auseinandersetzung und eilen herbei, um zu helfen.

Jonas (ängstlich): Ey, ihr scheiß Judenhasser!

Herr Bauer (energisch): Hört sofort auf damit!

Die Umstehenden reagieren alarmiert. Herr Bauer stellt sich schützend vor Jonas, während andere Passanten versuchen, die Angreifer zu beruhigen.

Otto (aggressiv): Scheißegal, wir hauen ab, bevor es Probleme gibt!

Paul (zögerlich): Aber…

Otto: Schnell!

Otto und Paul fliehen hastig, als die Passanten sich schützend um Jonas versammeln und beruhigend auf ihn einreden.

Herr Bauer (besorgt): Alles okay, junger Mann? Wir sind hier, um zu helfen. Es wird alles gut.

Die Passanten beruhigen sich und versichern Jonas ihre Unterstützung. Jonas ist schockiert, doch beruhigt sich allmählig dank der couragierten Hilfe der anderen.

Redaktion: LK.