Die Reportage

Ein Tagebucheintrag der Klasse 9 c/d des Geschwister-Scholl Gymnasiums Löbau (Workshop 25. März 2024)


Hinweis: Die folgende Szene und der reflektierende Tagebucheintrag basieren auf einem fiktiven Szenario. Die Schüler*innen hatten die Aufgabe, einen erfolgreichen Umgang mit einem antisemitischen Vorfall zu zeigen.


Wie sich die Szene abgespielt hat…

Reporter: Guten Tag, mein Name ist Jonas Ludwig. Ich bin Reporter bei der Zeitung. Ich bin heute in Bautzen mit Herrn Schmitt. Ich habe ein paar Fragen an Sie, denn ich habe mitbekommen, dass Sie eine kontroverse Meinung zum Holocaust haben.

Herr Schmitt: Meiner Meinung nach ist der Holocaust nicht real. Ich leugne alle Zahlen. Ich finde die Zahlen, die im Internet kursieren, sind maßlos übertrieben und ich habe verschiedene Quellen, die meine Meinung bestätigen.

Reporter: Meinen Sie, dass die Zahlen komplett falsch sind? Also leugnen Sie etwa, dass es den Holocaust gegeben hat?

 Handelnde Personen:  

  • Reporter  
  • Herr Schmitt  
  • Herr Enke  

Herr Schmitt: Ich denke, dass die Zahlen der Opfer geringer waren.

Reporter: Haben Sie denn einen Familienbezug zum Holocaust?

Herr Schmitt: Nein, ich habe keinen Familienbezug.

Reporter: Gut, dann würde ich mit der anderen Seite reden. Sie sind Herr Enke, der Sohn eines Holocaustüberlebenden.

Herr Enke: Ja genau, viele in meiner Familie sind im Holocaust ermordet worden, weil sie als Juden verfolgt wurden.

Reporter: Ihre Familie hat unter der Verfolgung von Juden stark gelitten. Was denken Sie, wenn Sie hören, was Herr Schmitt gesagt hat?

Herr Enke: Ich bin entsetzt, dass es Leute gibt, die den Holocaust leugnen. Es sind über 6 Millionen Juden im Holocaust ermordet worden. Durch solche Aussagen werden die Opfer des Holocaust missachtet und für viele Familien, wie meine, ist das sehr schlimm, denn sie respektieren die Verstorbenen somit nicht.

Reporter: Möchten Sie etwas an Herrn Schmitt sagen?

Herr Enke: Suchen Sie sich richtige Quellen. Denn Facebook ist keine sichere Quelle.. Tausende historische Quellen und Zeugenaussagen bestätigen, dass es den Holocaust gab und die Zahl richtig ist.

Reporter: Ich danke Ihnen beiden für das Interview.